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Ruhe, Einfachheit und die Nähe zur Natur – Minimalismus

Ruhe, Einfachheit und die Nähe zur Natur gehören für mich zu einem minimalistischen Leben.
Sie tragen mehr zur persönlichen Entfaltung bei als Shopping und Clubbing in der Stadt.

Minimalismus bedeutet auch, nicht immer nach Unterhaltung und Gesellschaft zu streben.
Wann hast du dir das letzte mal Zeit, für dich ganz allein genommen?
Ich-Zeit ist so wichtig, vor allem in der heutigen Zeit von Instagram, Youtube und co, wo ein „sich vergleichen“ ohne Ende herrscht.

Mach Yoga, geh spazieren, zeichne ein Bild und hör dir dabei inspirierende Musik an oder mach einfach mal absolut gar nichts.
Mir hilft es, wenn ich mir Kerzen anzünde und leise Musik höre. Dann beginnt mein kreativer Geist zu fließen.
Lege dich in die Wanne, nimm ein basisches Bad, tanze durch die Wohnung, setze dich auf die Fensterbank und lass die Füße raus baumeln oder gehe in den Wald und pflücke dir einige Wildkräuter.

Entspannung und Ruhe findet jeder auf seine eigene Art.

Wenn ich zuhause beginne neue Rezepte zu testen oder einfach kreativ in der Küche werde, dann schalte ich komplett ab. Ich denke nicht ans Handy, nicht an Social Media, nicht daran, was noch zu erledigen ist oder die nächsten Tage ansteht.
Ich bin voll im Moment.
Das sind die Momente die so wertvoll sind und nach denen wir streben sollten.
Solche, in denen wir kein Handy brauchen, sondern einfach nur gerade diesen einen Moment.

Minimalismus bedeutet sich von all dem Ballast zu lösen welches man angehäuft hat pysisch wie auch seelisch.
Es bedeutet, sich nur noch den Dingen hinzuwenden, die Freude bereiten und einen weiter bringen.
So beginnt man im selben Zug nicht nur glücklich und ausgeglichen zu werden, sondern auch erfolgreich.
Aber das ist eine andere Geschichte.

Es ist ein ewiges Aussortieren. Materielle Dinge wie Kosmetik, Kleidung, Küchenutensilien, Pflegeprodukte aber auch die Menschen in seinem Umfeld, quälende Gedanken die man liebevoll annimmt, damit sie endlich gehen können, schlechte Gewohnheiten und auch weniger zu arbeiten gehört dazu.

Anfangen kann man am besten in seiner Wohnung.
Es ist ja bekannt, wie Äußerlich, so auch Innerlich.
Jeder weiß, wie wohl man sich fühlt, wenn die Bude erstmal sauber ist.
Oder endlich das Altglas oder die Pfandflaschen weggebracht wurden.

Im Bad zum Beispiel befinden sich oft unnötige Dinge. Düfte, die man nicht mehr mag, das achte Badehandtuch, Kosmetik in der man versinkt, Probepäckchen, Bürsten die man nicht wirklich nutzt etc.

Wenn man nicht ganz so radikal sein kann, wie ich, hilft es schon nach und nach etwas auszusortieren.
Wenn man auf den Besuch wartet, wenn gerade etwas im Backofen ist usw.
So wird man sich immer befreiter fühlen und es gibt irgendwann wirklich nur noch die Lieblingsteile im Bad auf die man sich morgens freuen kann.
Das erspart dann auch Zeit und Stress. Das Badezimmer wird wieder zum Wohlfühlort.

Im Schlafzimmer, so finde ich, sollte eine besondere Ruhe herrschen.
Eine Stimmung von Entspannung, Intimität und absoluter Ruhe. Zeit und Raum und in sich zu gehen.
Es sollte einfach stimmig sein, Positivität ausstrahlen mit hellen sanften Farben.

Gerade im Schlafzimmer wirkt Minimalismus besonders effektiv.
Es sollte zum Träumen einladen, die Kreatitvität sollte fließen können, ein offener Ort an dem man sich einfach fallen lassen kann.
Wenn hier tausend Dinge herumstehen oder es unordentlich ist, erdrückt das den Geist.
Man denkt an die Sachen die noch unerledigt sind und wie hoch der Wäschehaufen ist, den man noch waschen muss.

Weniger Deko und ausgesuchte Lieblingsstücke, die Raum lassen für das freie Denken und die Kreativität sorgen für den gemütlichen Schnliff.

Ich persönlich mag es gar nicht, wenn alles aussieht, wie aus dem Möbelkatalog.

Ich mag alte Möbelstöcke, helle Böden, große Fenster. Ich mag es auch, wenn Stühle zusammengewürfelt sind und nicht alles gleich ist.

Minimalismus kann man überall anwenden.
Wenn man sich erstmal auf den Weg macht, kann man meist gar nicht mehr zurück.

Man fängt im Geldbeutel an, all die Kassenzettel und Kundenkarten den Weg in den Mülleimer zu bahnen, das Kleingeld in eine Spardose zu werfen und hört bei sich selbst irgendwann auf, wenn es um seine Gedanken, Wünsche und das Umfeld in dem man lebt geht.

Das, was Freude bereitet darf bleiben.
Das was Offenheit bedeutet, wo man auf Verständnis trifft und kreativ sein kann, bleibt.
Alles andere darf jetzt losgelassen werden und gehen.
Schlimme Gedanken werden angenommen, liebevoll begrüßt und letztendlich losgelassen werden.
Man kann schlechte Emotionen oder Gedanken ewig wegschieben, wenn man sie nicht annimmt, durchlebt, kommen Sie immer wieder hoch und holen einen ein.
Besser ist, sie anzunehmen und dann loszulassen, denn dann sind die bereit weiter zu ziehen.

Auch weniger Arbeiten gehört zum Minimalismus. Mal zur Ruhe kommen, einfach mal in Stille sein.

Unbefriedigende Beziehungen dürfen endlich mal losgelassen werden. Angst darf angenommen und losgelassen werden. Wir sind nicht abhängig von Menschen, die uns nicht gut tun.
Wir müssen nur den Mut wieder finden, uns selbst zu sehen und das, was wir für uns eigentlich, tief im Inneren gerne hätten. Einen Partner, der dich auffängt und liebt, selbst in den noch so schwierigen Zeiten. Wenn es immer und immer wieder dazu kommt, dass er dich nicht hält,
dass er auf sturem Weg versucht, seinen Kopf, seine Stimmungen durchzukriegen, ist es irgendwann Zeit, liebevoll los zu lassen. Liebevoll, in dem du liebevoll zu dir selber bist.

Selbst bei der Ernährung ist Minimalismus grandios anzuwenden.
Anstatt ein Gericht mit tausend Zutaten oder sogar Zusätzen zu essen, nimm die eine Gurke, eine Tomate oder was auch immer dir lieb ist und iss sie so genüsslich wie es nur geht.
Ich habe vor kurzem eine lila Möhre gegessen und die war so himmlisch lecker, dass ich einfach nur glücklich war, diese Möhre zu knabbern. Nicht mehr und nicht weniger.
Einfach mal schmecken, bewusst wahr nehmen, wie wasserhaltig, guttuend, fruchtig schmeckend, das ist, was man gerade isst.

Einfach mal in den Himmel schauen, alles ganz bewusst wahrnehmen, den Wind in den Haaren, die Sonne auf der Haut und mal ganz tief durchatmen und in sich hinein spüren.
Wie geht es mir eigentlich gerade?
Einfach mal all die Anspannung und negativen Gefühle loslassen und die frische klare Tagesbrise tief einatmen und sich von außen beobachten.
Wer bin ich eigentlich?
Sich mal als kleines Kind vorstellen und sich liebevoll betrachten. Sich mal bewusst werden, das bin ich. Ein großartiger Mensch mit so viel Potential, Schwächen und Stärken, aber so wie ich bin, ist es genau richtig.

Der Natur einfach mal DANKE sagen, dass sie für uns da ist und wir hier stehen und am Leben sind. Das ist Minimalismus.
Ruhe, Einfachheit und die Ruhe der Natur.

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